Geburtsverletzungen

Wir behandeln Schmerzen, Narben und Inkontinenz nach Geburtsverletzungen wie Dammriss, Schließmuskelverletzungen oder Kaiserschnitt.

Geburtsverletzungen entstehen bei vielen Geburten. Die meisten Verletzungen bilden sich von selber zurück und heilen vollständig aus. Als frische Mama ist es wichtig Ansprechpersonen zu haben, die sich mit Geburtsverletzungen auskennen und unterstützend zur Seite stehen können. Hebammen und Fachärzt*innen für Gynäkologie sind für die Phase nach der Geburt bestens ausgebildet. Bei weiterführendem Therapiebedarf können wir als Team von TherapeutInnen und ÄrztInnen aus dem Gebiet der Rehabilitation viele Behandlungsmöglichkeiten anbieten. Mit viel Erfahrung und Freude begleiten wir Mütter durch anspruchsvolle Zeiten.

Mögliche Geburtsverletzungen können sein

  • Dammriss (Einriss der Vulva in Richtung After – betroffen ist die Haut und evtl. die Beckenbodenmuskulatur und selten auch die Rektumschleimhaut)
  • Dammschnitt (Episiotomie)
  • Labienriss (Riss der Schamlippen)
  • Scheidenriss (Riss der Vagina)
  • Bluterguss (=Hämatom) im Genitalbereich mit oder ohne operative Ausräumung
  • Überdehnung des Beckenbodens
  • Kaiserschnittnarbe
  • Rektusdiastase
  • Psychische „Wunden“ wie durch geburtshilfliche Eingriffe (Saugglocke, Kristellerhandgriff,…), bei Notfallsituationen oder das Gefühl von Hilflosigkeit und der Übergriffigkeit durch das medizinische Personal

Die ersten Behandlungen im Wochenbett

  • Wundpflege (sauber, trocken)
  • Lasertherapie mit niedriger Intensität von Vulva und Damm (Wir empfehlen die Therapie mit einem Heimgerät. Gerne beraten wir Sie und geben Ihnen eine Verordnung für das Laser-Gerät mit. Kosten: ca. 100,-/Monat) Der Laser kann auch bei wunden Brustwarzen heilend wirken. Wir stehen Ihnen mit unserem Wissen zur Verfügung, möchten aber hier auf die hohe Kompetenz von Hebammen hinweisen. Eine Begleitung und Beratung durch eine Hebamme kann viele Probleme und Ängste lösen.

Psychische Unterstützung

In der Zeit großer Veränderungen und Umstellungen lassen Sie sich von Familie und Freunden unterstützen. Wenn die Geburt traumatisch war, hilft viel Reden über das Erlebte:  Reden mit dem Partner, der/m behandelnden Ärzt*in  oder der Hebamme, wenn möglich und mit einer/m Psychotherapeut*in, wenn nötig,

Bei Trennungserlebnissen oder bei /Kaiserschnittgeburten können fehlende körperliche Erlebnisse mit dem Baby mit körperorientierte Behandlungen aufgearbeitet werden. Osteopathie und Craniosacraltherapie sind hier gute Möglichkeiten.

Weitere vorbeugende Therapien bei anhaltenden Beschwerden

Die Psyche und Partnerschaft braucht Zeit und manchmal Unterstützung von außen

Bei anhaltenden psychischen Belastungsreaktionen über sechs Monate oder bei starker Ausprägung auch schon früher ist eine psychotherapeutische / traumatherapeutische Unterstützung jedenfalls anzuraten.

Eine Geburt bringt oft auch Probleme im Sexualleben. Eine Vielzahl an Faktoren spielt eine Rolle. Verletzungen von Vulva oder Vagina können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verursachen oder das Empfinden verändern. Der eigene Körper hat sein Aussehen verändert und beeinflusst das Selbstvertrauen und den Selbstwert. Spannungen in der Partnerschaft und das Sich-gegenseitig-Wahrnehmen als Mama und Papa reduzieren die Lust am anderen. Müdigkeit, Überforderung und Zeitmangel verhindern die Zweisamkeit. Es kann hilfreich sein, zu wissen, das es fast allen Paaren so geht und diese Zeiten vorbei gehen. Aber auch hier helfen Therapien – von körperlichen Therapien bis zur Sexual- und Paartherapie reicht das Therapieangebot.

Therapie bei Wiederauftreten von Beschwerden nach Monaten oder Jahren

Auch wenn schon Jahre vergangen sind, kann es durch Narbenschrumpfung, Hormonumstellungen, Begleiterkrankungen oder Alterung des Gewebes zu neuerlichen Beschwerden kommen. Unsere gesamte Therapiepalette kann bei Folgeerscheinungen von Geburtsverletzungen hilfreich sein.

Mögliche Beschwerden können sein:

  • Ziehen, Brennen, einschießende Schmerzen oder Überempfindlichkeit im Unterbauch, im Genitalbereich oder bei der Narbe
  • Einziehungen an der Narbe
  • Verdauungsbeschwerden
  • Unterbauchschmerzen
  • Starke Regelschmerzen
  • Schmerzen beim Eisprung
  • Bewegungseinschränkungen im Lenden-Beckenbereich
  • Kreuzschmerzen
  • Leistenschmerzen
  • Vulvodynie
  • Ständiger Harndrang, Harninkontinenz, Harnentleerungsstörung
  • Beckenbodenschwäche
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Verminderte sexuelle Empfindsamkeit / Lust
  • Pudendus-Neuralgie
  • Verwachsungen
  • Endometriose
  • Gebärmuttersenkung, Zystozele, Rektozele

Therapeutisch gibt es eine Vielzahl an Behandlungen, die bei diesen Beschwerden helfen. Wir sind auf die Frauengesundheit spezialisiert und können Ihnen ein Therapieprogramm zusammenstellen und Sie individuell nach Ihren Bedürfnissen begleiten.

Einige unserer Therapieoptionen finden Sie hier.

Bei Beschwerden im gynäkologischen Bereich lassen Sie Sich zunächst von ihrer/m Frauenärzt*in abklären. Wenn möglich bringen Sie uns, bitte, einen Arztbrief und bereits bestehende Befunde mit. Für weitere Untersuchungen und die Therapieplanung steht Ihnen unsere Fachärztin, Dr. Valerie Gartner, zur Seite. Wenn Sie ärztlich bereits vollständig abgeklärt sind, können Sie auch direkt Termine bei unseren Therapeutinnen buchen. Unsere Team freut sich auf Sie.

Termin vereinbaren

Ihr Kinemedic-fem-Team bei Geburtsverletzungen:

Termin vereinbaren
Hinweis

Wir möchten Ihnen mit unserer Website eine kurze Übersicht über Beschwerden geben, die Sie zu uns führen könnten. Wir bemühen uns, Ihnen fachlich fundierte Informationen zu Erkrankungen und deren Therapie zu bieten. Diese können jedoch in diesem Rahmen nie komplett sein und Ihre individuelle Krankengeschichte abbilden. Da sich in der Medizin das Wissen über Krankheitsbilder und deren Therapien ständig erneuert, sind Informationen schnell veraltet. Wir überarbeiten unsere Website laufend, können aber nicht garantieren, unsere Informationen immer am neuesten Stand zu halten. Die auf dieser Website angebotenen medizinischen Sachverhalte dienen ausschließlich einer allgemeinen Information und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für einen Arztbesuch angesehen werden! Für daraus abgeleitete, eigenmächtige Heilbehandlungen wird keine Haftung übernommen. Die Betreiberin dieser Website übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Website. Das Lesen unserer Website kann jedenfalls einen Arzt-Besuch nicht ersetzen!