Vulvodynie
Neben vermehrten Entzündungszellen und einer Reizung kleiner Nerven sind die Beckenbodenmuskeln angespannt. Wir lockern Nerven und Muskeln und beeinflussen die Entzündung.
Was ist eine Vulvodynie?
Die Vulvodynie ist eine chronische Schmerzerkrankung der Vulva und kann zu Brennen, Stechen, Druckgefühl oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Viele Betroffene leiden über Monate oder Jahre unter Beschwerden, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. In unserer Praxis in Wien bieten wir eine umfassende Vulvodynie-Behandlung an, die Beschwerden reduziert und die Lebensqualität verbessert.
Ihre Schmerzfreiheit ist unser Ziel.
Symptome einer Vulvodynie
Von Frau zu Frau sind die Symptome unterschiedlich. Auch die Lokalisation kann variieren. So findet sich bei der lokalisierten Vulvodynie ein kleiner betroffener Bereich und bei der generalisierten Vulvodynie eine Ausbreitung der Beschwerden auf die gesamte Vulva und darüber hinaus auf die Scheide, das Becken, die Harnblase oder zum Kreuzbein. Wenn sich die Beschwerden auf den Scheidenvorhof, also den feuchten Bereich zwischen den inneren Schamlippen, begrenzen, spricht man auch von einer Vestibulodynie.
Mögliche Bereiche der Vulvodynie:
- Kleine Schamlippen
- Große Schamlippen
- Klitoris
- Scheidenvorhof
- Harnröhrenausgang
- Scheidenausgang
Häufige Beschwerden sind:
- Brennende, stechende oder ziehende Schmerzen in der Vulvaregion
- Überempfindlichkeit bei Berührung oder Druck
- Trockenheitsgefühl, Juckreiz
- Pulsieren oder Gefühl von Nadelstichen
- Gefühl von Abschürfung
- Schwellungsgefühl
- Dyspareunie = Beschwerden beim Geschlechtsverkehr (oft beschrieben als „Messer“ am Beginn des Geschlechtsverkehrs)
Diese Beschwerden können dauerhaft oder episodisch auftreten sowie in Ruhe, beim Sitzen, beim Sport oder bei Berührung.
Ursachen der Vulvodynie
Die Entstehung der Vulvodynie bzw. Vestibulodynie ist noch nicht ausreichend geklärt. Wir finden aber meistens drei Veränderungen bei anhaltenden Schmerzen an Schamlippen, Scheidenvorhof und Klitoris:
- Neuropathie: erhöhte Empfindlichkeit bzw. Überaktivierung der Nerven der Vulva
- Entzündungsreaktion: Überaktivität bestimmter weißer Blutkörperchen (Mastzellen)
- Muskelverspannung: anhaltende Anspannung der Beckenbodenmuskulatur
Durch die verspannten Muskeln und Faszien im Bereich des Beckenbodens kann es zu Druck und Zug auf die Harnröhre, den Anus sowie auf Gefäße und Nerven kommen. Dadurch können sekundäre Beschwerden wie Schwierigkeiten beim Harn- und Stuhlgang oder Schwellungen im äußeren Genital auftreten. Die Schmerzen können zunehmen und sich ausbreiten. Ein Kreislauf aus Schmerzen, Spannung, Reizung und vermehrter Spannung kann entstehen.
Hier kann ein Eingreifen auf den verschiedenen Ebenen der Schmerzreduktion, Spannungslösung und Reizreduzierung sowie der Nervenmobilisation und Entzündungsmodifikation helfen, diesen Schmerzkreis zu unterbrechen.
Therapieoptionen bei Vulvodynie
Lockerung der Beckenbodenmuskulatur:
- Manuelle Therapie
- Vaginale Therapie
- Osteopathie und Craniosacraltherapie
- Physiotherapie
Reduktion der Nervenübererregbarkeit:
- Nervenmobilisation (sanfte manuelle Techniken am Nerv)
- Medikamentöse Therapie
- Ultraschallgezielte Infiltration / Blockade des Pudendusnervs
Modifikation des Immunsystems:
- Verbesserung der Zirkulation im Gefäß- und Lymphsystem
- Optimierung der Scheiden- und Darmflora, u.a. über Ernährungsmedizin
- Stressmanagement
- Kalte Rotlichttherapie
Begleitende Maßnahmen:
- Stoßwellentherapie
- Akupunktur
- Psychotherapie, Sexualtherapie
- Hormontherapie
- Lasertherapie
Wir können Ihnen alle genannten Therapiemöglichkeiten bis auf die Hormon- und Lasertherapie anbieten. Vor Behandlungsbeginn bei uns bitten wir um eine Abklärung bei Ihrer / Ihrem Fachärzt*in für Gynäkologie zum Ausschluss einer anderen Schmerzursache und zur Abklärung Ihrer hormonellen Situation. Eine Ultraschalluntersuchung des Pudendusnervs zur weiteren Abklärung ist bei uns möglich.
Stoßwellentherapie bei Vulvodynie
Ein neuer Therapieansatz der Vulvodynie ist die Stoßwellentherapie. Hierzu gibt es bereits einige Studien mit guten Ergebnissen. Gerne bieten wir Ihnen auch diese Behandlungsform an.
Bitte treten Sie mit uns in Kontakt. Für die ersten Therapiemaßnahmen und einen Plan für die Vulvodynie-Behandlung in unserer Praxis in Wien sind unsere Fachärztin Dr. Valerie Gartner und unsere Physiotherapeutin Elisabeth Auer gerne für Sie da. Termine können Sie online buchen oder Sie rufen uns bei Unklarheiten bzw. zur Terminvereinbarung an.
Ihr KINEMEDIC-fem-Team bei Vulvodynie
Hinweis
Wir möchten Ihnen mit unserer Website eine kurze Übersicht über Beschwerden geben, die Sie zu uns führen könnten. Wir bemühen uns, Ihnen fachlich fundierte Informationen zu Erkrankungen und deren Therapie zu bieten. Diese können jedoch in diesem Rahmen nie komplett sein und Ihre individuelle Krankengeschichte abbilden. Da sich in der Medizin das Wissen über Krankheitsbilder und deren Therapien ständig erneuert, sind Informationen schnell veraltet. Wir überarbeiten unsere Website laufend, können aber nicht garantieren, unsere Informationen immer am neuesten Stand zu halten. Die auf dieser Website angebotenen medizinischen Sachverhalte dienen ausschließlich einer allgemeinen Information und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für einen Arztbesuch angesehen werden! Für daraus abgeleitete, eigenmächtige Heilbehandlungen wird keine Haftung übernommen. Die Betreiberin dieser Website übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Website. Das Lesen unserer Website kann jedenfalls einen Arzt-Besuch nicht ersetzen!
Eine Studie zur erfolgreichen Anwendung der Stoßwellentherapie bei Vulvodynie finden Sie hier:











